2
Songtexte
Vico Torriani war ein Schweizer Schlagersänger, Schauspieler, Showmaster und Kochbuchautor.

Vico Toriani Lyrics

Vico Toriani Biografie

Er wurde am 21.9.1920 in Genf geboren und heißt tatsächlich so - eine Schweizer Familie italienischen Ursprungs. Ein zunächst eher unauffälliger Werdegang: Erlernung des Hotelfachs, Konditor, Koch, sowie auch Ski-Unterricht, - den er gab, bevor er zum Militär musste. Aber bei den Soldaten ging es auch los mit der leichten Muse; Gitarre und Akkordeon im Selbstunterricht, dazu das eigene Gesangstalent, so unterhielt er die Kameraden und später, im Hotelberuf, die Gäste. In Zürich wendete sich sein Schicksal.



Mit seiner einschmeichelnden, melodischen Stimme errang er bei einem Sängerwettstreit 1946 den ersten Preis und erhielt Engagements von Radio Zürich und Radio Basel. Auf ersten Tourneen nach Deutschland traf er auch Willy Berking, der Vicos viel versprechende Begabung erkannte und ihn dem deutschen Publikum vorstellte. Dann ging es in atemberaubendem Tempo aufwärts: Rundfunkverträge mit HR und NWDR, ein Schallplatten-Bestseller nach dem anderen, bis von ihm schließlich über 500 Titel mit 13 Millionen verkauften Platten bekannt wurden. Gastspielreisen eigener Tourneen trugen seine Popularität in alle Städte Europas und eigene Fernseh-Shows ließen die Beständigkeit dieses Talentes ebenso erkennen wie seine vielen Musical-Rollen auf Bühnen, was zusammen ihm die liebevoll-treffende Bezeichnung eines deutschen Mr.Musical einbrachte; er ist zwar Schweizer, hatte aber in Deutschland stets seine zahlreichsten und treuesten Anhänger.





Der Schweizer Unterhaltungsstar Vico Torriani starb am 25. Februar nach schwerer Krankheit 77jährig inAgno (Tessin). Torriani wirkte zwar in mehr als einem Dutzend Filme mit, aber obwohl ihm Curt Riess 1956 prophezeite, er werde "für lange Jahre ein begehrter Filmstar" sein, waren seine Leinwandauftritte selten etwas anderes als Vehikel für seine Lieder. In seinen ersten Filmen "Der bunte Traum" (1951) und "Meine Frau macht Dummheiten" (1952) steuerte er lediglich zur belustigend gemeinten Handlung eine Handvoll musikalischer Einlagen bei. Werner Jacobs, einer der produktivsten Routiniers des Schlagerfilms, ließ Torriani 1953 in "Straßenserenade" die Hauptrolle eines Busfahrers spielen, der zum Gesangsstar aufsteigt. Ebenso geht es in "Gitarren der Liebe" (1954) um die Entdeckung eines gesanglichen Naturtalents, wobei die Geschichte diesmal im italienischen Ambiente spielt. Auch im wahren Leben hatte der am 21. September 1920 in Genf geborene Torriani zunächst eine Lehre als Koch und Konditor absolviert, ehe er 1947 bei einem Sängerwettbewerb in Zürich den ersten Preis gewann. Seine Debütplatte "Addio, Donna Grazia" machte ihn auch in Deutschland bekannt. Im hiesigen Film war er fortan für jungenhaften Frohsinn zuständig, der gegen die üblichen Bedrängnisse realitätsferner Lustspiele mit unerschütterlichem Optimismus ansang. Titel wie "Ein Herz voll Musik" (1955), "Santa Lucia" (1956) und "Der Fremdenführer von Lissabon" (1957) umreißen die wiederkehrende Mischung aus schmalzigem Liebesweh, sanfter Komik, südlichen Schauplätzen und viel Musik. Zu "Siebenmal in der Woche" (1957), in dem er einen Tenor spielt, merkte der "film-dienst" seinerzeit an, der Film sei "gegenstandslos für jede weitere Bemerkung". Mitunter war indes sogar wirkliche Komik auszumachen, etwa in "Der Stern von Santa Clara" (1958), einer Parodie auf grimmige Vendetta-Geschichten, in der Torriani einen vermeintlichen Meisterschützen spielt. Dagegen ist "Robert und Bertram" (1961) eine ärgerlich schlicht geratene Posse, in der Torriani neben Willy Millowitsch agiert. Wer jedoch im bundesdeutschen Schlagerfilm die Bedienung eines verirrten Publikumsgeschmacks oder bestenfalls ein nostalgisches Kuriosum sieht, verkennt die soziologische Komponente der Gattung. Um 1960 machte der Schlagerfilm etwa ein Viertel der gesamten hiesigen Produktion aus. In den 60er Jahren wurde das Fernsehen auf Torriani aufmerksam und vertraute ihm eine Reihe von Schlager-Revuen an, in der er auch seine Erfahrungen als Koch einbringen konnte. Zur Ehrenrettung Torrianis muß auch erwähnt werden, dass er neben schnulzigen Schlagern auch kesse Chansons und in ihrer Schlichtheit anrührende Volkslieder aus dem rätoromanischen Sprachraum singen konnte.
Okay
Durch weitere Benutzung dieser Webseite stimmst Du unseren Datenschutzbestimmungen zu