Caterina Valente
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Caterina Germaine Maria Valente ist eine italienische Sängerin, Tänzerin, Gitarristin, Schauspielerin und Entertainerin.

Caterina Valente Biografie

Caterina Valente (* 14. Januar 1931 in Paris) ist eine Sängerin, Tänzerin, Gitarristin und Schauspielerin. Sie ist eine geborene Italienerin und entstammt einer angesehenen Künstlerfamilie. Ihr Vater Giuseppe Valente war ein bekannter Akkordeonvirtuose; die Mutter Maria Valente trat als Musikclown auf. Caterina Valente hat drei Geschwister, von denen Silvio Francesco (1927–2000) ebenfalls im Showbusiness tätig war. Caterina Valente war zweimal verheiratet. Aus ihrer ersten Ehe mit dem Jongleur Erik van Aro stammt ihr Sohn, der Sänger Eric van Aro. 1972 heiratete Valente den englischen Komponisten, Arrangeur und Pianisten Roy Budd; mit ihm hat sie den gemeinsamen Sohn Alexander Budd. Das Paar ließ sich 1979 scheiden Valente stand erstmals als Fünfjährige zusammen mit ihren Geschwistern in der Zirkusmanege. Ihren ersten Auftritt hatte sie 1936 im Friedrichsbau Stuttgart. Nach den Wirren des Krieges, Gefangenschaft in Breslau und der Deportation nach Russland kam die Familie Valente nach Paris zurück, wo Caterina zunächst als 16-jährige Sängerin in einem Nachtclub auftrat. Nach diversen Versuchen in Frankreich mit dem damals noch unbekannten Gilbert Becaud und einer Tour durch Skandinavien machte sie 1948 erste Gesangsaufnahmen mit einem Quartett in Kopenhagen. Die ersten offiziellen Gesangsaufnahmen entstanden bei Radio Zürich 1952, nachdem sie der Unterhaltungschef von Radio Zürich, Walo Linder, im Zirkus Grock hatte singen hören. Diese Aufnahmen gingen an alle deutschen Rundfunkstationen und daraus erfolgten diverse Studioproduktionen bei verschiedenen Rundfunksendern, unter anderem auch beim Südwestfunk Baden-Baden, wo sie der damalige Tanzorchester-Chef Kurt Edelhagen hörte und von da an auch förderte. Sie heiratete 1952 den Jongleur Erik van Aro und trennte sich vom Bühnenprogramm ihrer Mutter Maria Valente, der berühmtesten Clownin ihrer Zeit. Im Jahr 1953 folgten erste Aufnahmen mit Kurt Edelhagen. Sie ging mit ihm auf Tournee in den Salon du Jazz in Paris. Ihr gemeinsamer Auftritt beim 2. Deutschen Jazzfestival in Frankfurt am Main 1955 war ein großer Erfolg. 1956 trat sie mit Chet Baker auf. Ihre erste Schallplatte war Istanbul auf dem Label Brunswick. Bald darauf wurde sie durch Aufnahmen mit dem Orchester Werner Müller wie Malaguena (1954), The Breeze and I (1955) des kubanischen Komponisten Ernesto Lecuona (14 Wochen in den US-amerikanischen Charts) und Dreh dich nicht um nach fremden Schatten einem breiten Publikum bekannt. In Deutschland verkaufte sich der Titel Ganz Paris träumt von der Liebe (1954) eine halbe Million Mal, für diese Zeit außergewöhnlich viel. Weitere bekannte Songs waren Fiesta Cubana (1955), Komm ein bisschen mit nach Italien … (1956), Wo meine Sonne scheint (1957), Spiel noch einmal für mich, Habanero (1958) und Tschau, Tschau, Bambina (1959). 1959 wurde sie auch für den Grammy als beste Sängerin nominiert und 1965 erhielt sie als erste Nicht-Amerikanerin den Fame Award der Fernsehkritiker als beste Sängerin im US-Fernsehen, überreicht von Sammy Davis Jr. Caterina Valente verfolgte zu dieser Zeit neben ihrer Solokarriere noch etliche andere Projekte, die fast alle die deutsche Sehnsucht der 1950er Jahre nach fremden Welten im Namen trugen: Club Indonesia (Platz 1 1956 mit dem Lied Steig in das Traumboot der Liebe), Club Honolulu (Platz 1 1960 mit Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini), Club Italia, Club Argentina und einige weitere. 1990 trat Valente als Jazzsängerin bei Konzerten mit der WDR Bigband in der Kölner Philharmonie auf. Ein Mitschnitt unter dem Titel Kurt Weill – American Songs wurde einige Jahre später auf CD veröffentlicht. Im März 2002 bekam Caterina Valente den Echo-Preis für ihr Lebenswerk aus den Händen des Ex-Ministerpräsidenten Lothar Späth, der während seiner Regierungszeit eine Hochschule für darstellende Künste – erst in Stuttgart, dann Mannheim – gründen und ihr dort einen Lehrauftrag verschaffen wollte. Aus politischen Gründen kam dies nicht zustande. Valente gilt als einer der großen Weltstars des 20. Jahrhunderts. Während sie in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Europa vorwiegend Schlager aufnahm und veröffentlichte, kann sie insgesamt eher als Interpretin von Weltmusik mit Schwerpunkt Südamerika gelten. Sie brachte schon 1959 die ersten Bossa-Nova-Songs mit nach Europa, sang von da an in allen ihren Programmen diesen Rhythmus und machte ihn sehr populär. Ihre CD "Live 1968" zeigt sie auf dem Höhepunkt ihrer Kunst. Valente ist eine Weltbürgerin im eigentlichen Sinne, polyglott und hat Lieder in 12 Sprachen aufgenommen, von denen sie sechs fließend spricht. Heute lebt Caterina Valente zurückgezogen in Lugano in der Schweiz und in ihrem Haus in den USA
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