Ulrik Remy

Apfelsaft-ballade Lyrics Ulrik Remy

Ulrik Remy - Apfelsaft-ballade Songtext

APFELSAFT-BALLADE

vor kurzem zog ich hinaus auf das land,
weil ich da draußen endlich ruhe fand.
zwar gab ich damit etwas auf,
doch das nahm ich gern in kauf:
die sauferei am abend hörte schlagartig auf,
denn grüne minnas stehn am straßenrand.

und steh ich abends mal hier
an der theke, vor mir
ein gläschen mit apfelsaft,
das sieht so aus wie bier,
und alle sind besoffen außer mir.

am anfang hat man mich ausgelacht,
weil erst der suff aus einem mann etwas macht,
denn: kann man nicht mehr gerade stehn,
beginnt man richtig zu sehn
und findet selbst die häßlichste schreckschraube schön,
mindestens für diese eine nacht.

dann wurde günter den führerschein los
und klagte jämmerlich: was mach ich bloß?
gilbert, zapf schnell noch ein bier,
sonst krieg ich mitleid mit mir
und weine morgen früh noch um den fetzen papier,
und alle sind besoffen außer mir.

an diesem abend wurde es ganz schön spät,
wie das in gilberts pinte manchmal so geht,
und dann nahm jeder seine frau,
und da sah man genau:
ich war bei der partnerwahl als einziger nicht blau,
was schließlich auch mit apfelsaft schlecht geht.

und dann zum wochenende lud ich alle ein,
am samstagabend meine gäste zu sein.
ich kaufte whisky und gin,
und korn zum verdünn'n
und apfelsaft für die, die lieber vorsichtig sind
und selbstverständlich bier und etwas wein.

und nach der party war der apfelsaft leer,
und ich verstand all die leute nicht mehr:
sie wollten alle noch fahren
und mieden die klaren,-
den ärger mit den bullen kann man sich doch ersparen -
nur mir wurden die füße langsam schwer.

am ende sitze ich hier
auf fässern voll bier,
hinterm letzten gast schließt sich ganz leise die tür -
und keiner ist besoffen außer mir.
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