Tool
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Tool Biografie

Tool´s größte Innovation war dunklen, unklaren Underground Metal in das herausgeputze Antlitz von Art Rock einfließen zu lassen. Oder vielleicht auch das Einführen des egozentrischen Anspruchs von Art Rock in die abgenutze Schinderei von Post-Trash Metal – Die Reihenfolge spielt keine Rolle.



Während Metallica ihre mehrfach unterteilten, vielschichtigen Songs schrieben, als wären sie Komponisten, hielten sie ihre musikalisches Voranschreiten grausamerweise auf Straßenniveau. Tool tat dies nicht.



Sie nahmen die künstlerisch, falsch-unkonventionelle Hauptbeschäftigung von Jane´s Addiction auf, während sie gleichzeitig eine musikalische Homage an die dunklen, unnachgiebigen düsteren Visionen von Grindcore, Death Metal und Trash vollbrachten.



Mit ihren Post-Punk Einflüssen quitt geworden, übten sie ihre Musik mit schwerfälliger, anti-song Ästhetik des Prog Rock aus, wechselnd zwischen langen, detaillierten instrumentalen Zwischensequenzen und klanglosen, pseudo-bedeutungsvollen lyrischen leeren Gerede in ihren Liedern.



Dennoch hatten Tool die Gabe die würgende, beklemmende Angst zum Ausdruck zu bringen, die die Hörer alternativer Musik der frühen 90er für sich beanspruchten.



Somit glitt die Band in die Definition von Alternative Rock während der Post-Nirvana Ära, bekam einen Platz im Line-Up auf dem 3. Lollapalooza im Jahre 1993, was ihrem Debut-Album Undertow zu Platin verhalf.



Bis zu dem Zeitpunkt da die Band 1996 ihre verspätete Folgeproduktion Aenima ablieferte, hatte Alternative Rock den Mainstream Amerikas nicht mehr im Griff, und ihre Zuhörer stellten sich als grundsätzlich metal-orientiert heraus, was bedeutete, dass die Gruppe und das Album keine solch große Zuhörerschaft erobern konnte wie beim ersten Album, trotz des Debuts auf dem 2. Platz der Charts.



Nachdem sie bei Lollapalooza ´97 ein gemeinsames Headlining mit Korn unter Dach und Fach bringen konnten, blieben Tool bis ins nächste Jahr auf Tour, um Aenima zu promoten.



Während ihrer gewöhnlichen verlängerten Pause zwischen Alben entschied Maynard James Keenen seine Auszeit produktiv zu nutzen und ein Nebenprojekt mit dem Tiel A Perfect Circle zu formen.



Das 2000er Debut Mer de Noms war ein Überraschungshit, ebenso ihre darauffolgende Tour ein ausverkaufter Erfolg. Trennungsgerüchte kursierten rundum Tool und die Band begrub die Spekulationen, indem sie zurück ins Studio kehrten und das Provisorium Salival, eine B-sides/DVD – Zusammenstellung, im Spätjahr veröffentlichten.



Schließlich kam es im Mai 2001 zum Release des dritten Tool-Albums Lateralus, das sofort den ersten Platz der amerikanischen Billboard-Album-Charts in Anspruch nahm und der bisher größte Hit der Band wurde.



Nach den obligatorischen Urlaubsjahren, um anderen Projekten nachzugehen, kehrte die Band 2006 mit einem weiteren Chart-Kracher 10.000 Days zurück.
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