Billy Idol
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Billy Idol ist ein britischer Rockmusiker.

Billy Idol Biografie

Billy Idol war, gemeinsam mit Duran Duran, einer der ersten Pop/Rock Interpreten, die in den 80ern dank eines brandneuen US-Sendernetzes (MTV) einen massiven Erfolg erzielten. Sein Bad-Boy Look gemixt mit einer reizvollen Mischung aus Pop-Maschen, Punk-Attitüde, und Dance-Rhythmen, brachten Idol schnell zu Ruhm, bevor seine Karriere durch seinen heftigen Lebensstil entgleiste und beinahe verhängnisvoll endete. Am 30. November 1955 als William Michael Albert Broad in Middlesex, England, geboren, zog er als Jugendlicher für eine kurze Weile mit seiner Familie nach New York, um dann nach England zurückzukehren. Nach einem begrenzten Aufenthalt an der Sussex University, der nur ein Jahr anhielt, fand Broad sich schließlich als Teil einer Gruppe von Teen-Punkrockern wieder, die die Sex Pistols musikalisch folgten. Die Gruppe war bekannt als "The Bromley Contigent" (ein Mitglied dieser bunt schillernden Gruppe war Siouxsie Sioux, schließlich Bandleader der Siouxsie & the Banshees). Es dauerte nicht lange, bis Broad erkannte, dass er selbst ebenfalls Frontmann einer Punk-Band sein könnte, und kurz danach übernahm er den Namen Billy Idol. Nachdem einem phasenweiser Aufenthalt als Gitarrist in der Gruppe Chelsea nicht bezahlt machte (interessanterweise war die Band gekennzeichnet durch den zukünftigen Clash-Gitarristen Mick Jones und den zukünftigen Damned-Gitarristen Brian James), legte Idol die Gitarre zur Seite und griff zum Mikro, und bildete 1976 zusammen mit dem angeworbenen Bassisten Tony James, Drummer John Towe und Gitarrist Bob Andrews die Band Generation X. Benannt nach einem Episodenroman unterschrieb die Band schließlich bei Chrysalis, ersetzte Drummer Towe durch Mark Laff, und veröffentlichte die Alben "Generation X" (1978), "Valley of the Dolls" (1979) und "Kiss Me Deadly" (1981), bevor sie sich noch 1981 auflösten.

Enttäuscht von Generation X' Ableben zog Idol nach New York City um, wo er eine Karriere als Solokünstler anstrebte. Durch seine Zusammenarbeit mit Kiss-Manager Bill Aucoin veröffentlichte Idol 1981 die EP "Don't Stop" (eingeschlossen von einem Cover von Tommy James' Hit "Mony Mony" und einigen neu gemixten Generation X-Tracks), was dem Sänger einen erneuten Vertrag mit dem Label seiner ehemaligen Band, Chrysalis, einbrachte. Idol fand den perfekten Partner in dem Gitarristen Steve Stevens, und veröffentlichte im Juni 1982 ein selbstbetiteltes Debüt. Die beiden auffälligen Videos für die Tracks "White Wedding" und "Dancing With Myself" (letzteres ein Remake einer Generation X-Komposition), erzielten eine riesige Einschaltquote auf MTV, da sich beide Clips auf Idols stachelförmigen, wasserstoffblonden Haare und dem Elvismäßigen Spott konzentrierten. Das Debut erhielt schließlich Gold und ebnete den Grund perfekt für Idols größten kommerziellen Durchbruch, "Rebel Yell" (1984).

"Rebel Yell" wurde das bestverkaufte Album seiner Karriere (Doppel-Platinum), und brachte spitzemnäßige MTV/Radio Hits wie den titelgebenden Song, "Eyes Without A Face" und "Flesh for Fantasy" hervor, und Idol etablierte sich zum Hauptdarsteller der Arenen in den Staaten. Doch mit dem massiven Erfolg kamen auch seine vielen Ablenkungen, die Idol drei Jahre lang davon abhielten, ein neues Studio-Album aufzunehmen. "Whiplash Smile" (1987) war ein neuer beträchtilcher Hit mit der Kraft von Songs wie "To Be A Lover" und "Sweet Sixteen", schaffte es jedoch nicht, die Erwartungen, die auf den vorigen Erfolgen beruhten, zu erfüllen. Stevens wechselte kurz danach die Seiten, um seine eigene Band zu gründen und, Steve Stevens' Atomic Playboys (und war schließlich Mitglied des Mötley Crüe-Sänger Vince Neils Soloband), wodurch Idol sich alleine durchschlagen musste.

Ein Best-Of Album mit acht Tracks, "Vital Idol", wurde noch im selben Jahr veröffentlicht, und brachte einen der meist-gespielten MTV Videos hervor - eine Live-Version des früher aufgenommenen Covers von "Mony Mony" - was Idol half im Rampenlicht zu bleiben.

Die nächsten paar Jahre verbrachte Idol damit, an seiner vierten Studio-Veröffentlichung zu arbeiten, tauchte jedoch im Sommer 1989 als Teil einer starbesetzten Interpretation von The Who's "Tommy", in der Idol die Rolle des sadistischen Cousin Kevin übernahm. 1990 veröffentlichte Idol "Charmed Life" und war in einen schwerwiegenden Motorradunfall verwickelt (bei dem er fast sein Bein verlor), was den Sänger zwang, für eine bestimmte Zeit am Gehstock zu laufen; das Video für die Single "Cradle of Love" zeigt den Sänger von der Hüfte aufwärts gefilmt. Der Trick wirkte, als die Single (die auch der Theme-Song des gescheiterten Andrew "Dice" Clay-Films, Ford Fairlane, war) ein weiterer Riesenerfolg war, und "Charmed Life" zum vierten Idol-Album in Folge machte, das zumindestens Platinum erreichte.

Wie zu erwarten vergingen einige Jahre bis zur Veröffentlichung des nächsten Albums, in denen Idol unter anderem seine Schauspielbegabung mit einem kleinen Part in Oliver Stones "The Doors" austestete. Als 1993 "Cyberpunk" erschien, hatte Idol seine wasserstoffblonde Stachelfrisur durch Dreadlocks ersetzt und experimentierte mit Technobeats. Dieser Schritt erwies sich als unklug, als das Album nur Platz 48 in den USa erreichte. Zur selben Zeit steckte Idol knietief in einer Drogensucht, was schließlich in einer weiteren Berührung mit dem Tod führte, als er 1994 mit einer Überdosis im Los Angeles Hospital behandelt werden musste.

Es wurde still um Idol, bis er 1998 als er selbst in der Komödie "The Wedding Singer" mit Drew Barrymore und Adam Sandler auftrat, und zu neuem Interesse führte.

Idol tat sich noch einmal mit Stevens zusammen und war Thema von "VH1: Behind The Music Special (welches letztenendes sogar auf CD veröffentlicht wurde), und veröffentlichte 2001 ein weiteres ausgedehntes Greatest-Hits-Album, welches allein in den USA 500.000 Mal verkauft wurde. Als nächstes kam sein erstes Studio-Album seit "Cyberpunk", "Devil's Playground", veröffentlicht 2005.
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