Biografie

The Yardbirds sind eine englische Rockband, in der die später berühmt gewordenen Rockgitarristen Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page Mitglieder waren. Die erste erfolgreiche Besetzung der Gruppe bestand aus Keith Relf (Gesang und Mundharmonika), Eric Clapton (Gitarre), Chris Dreja (Rhythmus-Gitarre), Paul Samwell-Smith (Bass) und Jim McCarty (Schlagzeug). Am 8. Oktober 1963 begleitete die Band in dieser Besetzung Sonny Boy Williamson II. bei einer Live-Aufnahme von Horst Lippmann - 1966 als Album herausgegeben - im Rahmen des American Folk Blues Festivals im Crawdaddy Club in Richmond, England, sowie am 28. Februar 1964 in der Birmingham Town Hall, England, während des ersten R&B Festivals. Das erste Album wurde im Marquee Club in London aufgezeichnet. Daneben interpretierten die Yardbirds auch kommerziell erfolgreiche Singles wie For Your Love (Graham Gouldman Cover). Dieser eher poppige Kurs behagte Eric Clapton überhaupt nicht. Er verlies die Band und wechselte zu John Mayall. Er wurde durch Jeff Beck ersetzt. Mit Beck an der Gitarre erlebten die Yardbirds ihre erfolgreichste Zeit. Seine aufregenden Experimente fügten sich nahtlos ein, und so gelangen ihnen sowohl anspruchsvolle Sounds wie auch mehrere Male der Sprung in die Hitparade, beispielsweise mit Heart Full Of Soul, Still I'm Sad/Evil Hearted You, Shapes Of Things und Over, Under, Sideways, Down. Die Yardbirds leisteten Pionierarbeit, indem sie als erste britische Band orientalisch klingende Tonfolgen in ihre Songs einbauten. Die Yardbirds galten Mitte der 1960er Jahre als Konkurrenz der Rolling Stones, konnten deren Erfolg jedoch nicht erreichen. Vor allem der eher begrenzte Stimmumfang des Sängers Keith Relf wurde dafür verantwortlich gemacht. Zudem fehlte ihm auf der Bühne das Charisma eines Mick Jagger. Es kam Unruhe in die Band, und es folgten verschiedene Personalwechsel. In der Endphase der Band gehörte auch der ehemalige Studiomusiker Jimmy Page zur Besetzung. Mit Jeff Beck und Jimmy Page an den Gitarren hatten die Yardbirds 1966 mit ihrem Stück Stroll On (ist mit The Train Kept A-Rollin' - bis auf den Text - beinahe identisch) einen explosiven Auftritt in dem Kultfilm Blow Up von Michelangelo Antonioni. Antonioni wollte ursprünglich The Who für die Szene engagieren. Weil diese ablehnten, ließ er die Yardbirds einfach The Who imitieren - inklusive Zerstörung von Gitarren und Verstärkern. 1968 verließen auch Sänger Keith Relf (der 1976 durch einen Stromschlag aufgrund einer nicht geerdeten Elektrogitarre starb) und Drummer Jim McCarthy die Band. Gemeinsam mit Relfs Schwester Jane gründeten sie die Gruppe Renaissance. Nachdem auch Jeff Beck ausgestiegen war, versammelte Jimmy Page mit Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham neue hochkarätige Musiker um sich und machte zunächst unter dem Bandnamen New Yardbirds weiter, entschied sich dann aber für Led Zeppelin als Bezeichnung für die neue Rock-Formation.Die Idee für diesen Namen kam nicht von den Mitgliedern der Band selbst,sondern vom The-Who-Schlagzeuger Keith Moon. 1983 versammelten sich Jim McCarty, Paul Samwell-Smith und Chris Dreja in der Formation Box Of Frogs. 2003 erschien wieder unter dem Namen Yardbirds das Album Birdland, auf dem von den Gründungsmitgliedern noch Jim McCarty und Chris Dreja mitwirkten. Am 24. April 2009 verkündete Jim McCarty bei einem Konzert im Londoner Vorort Twickenham den Bandausstieg von John Idan, der sich fortan neben seiner eigenen Band, der "John Idan Group", auch einer Solokarriere widmen möchte.
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