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The Sex Pistols Album von Sex Pistols



CD: 1
2 Search and destroy
3 Chatterbox
9 Satellite kid
10 I wanna be your dog
12 Liar
15   No fun
16   My way
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  Meinungen zum Album The Sex Pistols
20 Jahre danach...
Da die Sex Pistols den Höhepunkt der britischen Punk-Explosion 77/78 kaum überlebten, hat es mich doch sehr verwundert, daÃx sie nun in ihrer Ursprungsbesetzung (wieder mit Glen Matlock am BaÃx) nach 20 Jahren wieder losrocken. Johnny Rotten hat eine einfache Erklärung dafür: ihn plagten Geldsorgen! Nun gut...überflüssig mag das ganze (für uns; nicht für Johnny!) also sein, denn neue Innovationen sucht man vergebens, aber eigentlich hatte das ja auch keiner erwartet! Und so hört man nun (inzwischen zwar) antiquarische aber immer noch eingängige Punk-Hymnen der Extra-Klasse. Man kann sich Johnny Rotten zwar nur schwer als 40jährigen immer noch bitter-böse nörgelnd singenden Punk-Bad-Boy vorstellen, aber genau so ist er geblieben. Es ist also alles wie früher! Und trotz des nur geringen Umfangs ihres Gesamtwerks (nur ein wirkliches Studio-Album) muÃx man sich eingestehen, daÃx die Sex Pistols eben doch DIE Punk-Band schlechthin war bzw. ist. Die Songs hauen immer noch tierisch rein...
Fazit: Man bekommt, was man erwartet: Punk-Rock im Stil der End-70er, den die Sex Pistols miterfunden haben. Die damaligen 70er-Live-Mitschnitte sind jedoch etwas authentischer, was aber auch heiÃxt, daÃx die Klangqualität entsprechend punk-mäÃxig schlecht ist; bei diesem 96er London-Gig ist sie erste Sahne, und das hat auch seine Reitze (auch wenn's untypisch ist)...
Großartiges Live-Album in zeitgemäßer Qualität.
"Filthy Lucre" wurde anlässlich der Wiedervereinigung der Sex Pistols im Jahr 1996 aufgenommen. Es ist beeindruckend, wie dieses Live-Album die Veränderungen widerspiegelt, die in den zwanzig Jahren nach der kurzen Karriere der Band stattgefunden haben. Ende der Siebziger war sie das mehr oder minder freiwillige Sprachrohr einer extremen Protestbewegung, ihre Mitglieder wurden der Öffentlichkeit von den Medien als Volksfeinde präsentiert. Wenn ihre Konzerte nicht sowieso gleich im Vorfeld verboten wurden, spielten die Sex Pistols in kleinen Clubs oder Kneipen, wobei es auf ihrer letzten Tournee in den USA regelmäßig zu unschönen Krawallen und Gewalttätigkeiten kam.

Knapp zwei Dekaden später ist alles anders. "Never Mind The Bollocks", das einzige echte Studio-Album der Sex Pistols, gilt als eines der einflussreichsten Werke der Rock-Musik und die reformierte Band spielt vor einem großen und unüberhörbar begeisterten Publikum einen Klassiker - so heißen die damals noch teilweise verbotenen Schock-Hymnen heute - nach dem anderen. "She was a girl from Birmingham, she just had an abortion" ... Tausende schreien frenetisch mit, während die Sex Pistols oben auf der Bühne knallhart abrocken. Dank der moderneren Technik und der größeren Erfahrung klingen sie musikalisch sogar besser als je zuvor.

Irgendwie, so scheint es, haben die Welt und die Sex Pistols sich miteinander versöhnt. Die ehemaligen Punk-Heroen wollen auf ihre alten Tage niemandem mehr ernsthaft weh tun und umgekehrt ist es auch so. "God Save The Queen" ist kein aktueller Protest mehr, sondern Musikgeschichte. Damit lässt sich leben. Ich glaube noch nicht einmal, dass viel Falschheit dahinter steckt. Wir alle haben uns verändert und auch an einem Sex Pistol geht die Zeit nicht spurlos vorbei. Wer das akzeptieren kann, wird an "Filthy Lucre" seine helle Freude haben, denn es handelt sich um einen fabelhaften Konzertmitschnitt, der Band und Zuschauer in Bestform einfängt. Dafür gebe ich gerne die vollen fünf Sterne.
Nevermind the Bullock eine der besten CD`s der 80`ger
Nevermind the Bollock, wohl das bekanntest Album der Sex Pistols mit Rockklassigern wie z.B.: "god save the queen" und "anarchy in the UK". Ein echtes Muß für jeden Sex Pistols- und Punkrockfan.
Klassiker der Verarschung im Punk-Style
Diese CD enthält die Klassiker der Verarschung im Punk-Style. Mein absoluter Favourit: My Way. Auf jeden Fall kaufen.
Einzigartige Stilvielfalt -- Punk im weiteren Sinne
"The Great Rock'N'Roll Swindle" ist neben "Never Mind the Bollocks" die zweite offizielle Sex Pistols-Platte und der Soundtrack zu ihrem gleichnamigen Film. Sie erschien 1979, als die Sex Pistols sich bereits aufgelöst hatten und Sid Vicious an einer Überdosis Heroin gestorben war.

Die Platte ist aus zwei Gründen einzigartig. Zunächst einmal ist es die erste (mir bekannte) Platte, die das Musikbusiness selbst auf die Schippe nimmt -- wie ja bereits am Titel deutlich wird: Rock'N'Roll als großer Schwindel. Die Sex Pistols waren von ihrem Manager Malcolm McLaren ja gegründet worden, um seinen Londoner Modeladen zu promoten. Diese Einstellung ("Ätsch, wir haben euch alle veräppelt") kommt in Songs wie dem Titelsong oder der orchestralen "E.M.I."-Version klar zum Ausdruck.

Das zweite, was diese Platte einzigartig macht, ist ihre musikalische Vielfalt. Die Pistols nehmen nicht nur das Musikbusiness, sondern auch den Rock'N'Roll und sogar sich selbst auf die Schippe. Das wird vor allem an den vielen Coverversionen deutlich: Neben Coverversionen bekannter Rock'N'Roll-Songs -- etwa das genial zersägte "Rock Around the Clock", oder das fast respektvoll gecoverte "Something Else" von Eddie Cochran -- finden sich hier auch auch Titel, auf denen sich die Sex Pistols selbst covern: etwa "Black Arabs", ein funkiges Disco(!)-Medley ihrer größten Hits, oder "Anarchie pour le U.K.", eine französische Version von "Anarchy in the U.K.", komplett mit stilechter Akkordeon-Begleitung! (Wenn man bedenkt, dass damals die Disco-Musik dem Punk bereits den Rang abgelaufen hatte, und dass die Franzosen die traditionellen Erzfeinde der Engländer waren, wird die "Wir machen was wir wollen, und machen haufenweise Geld damit"-Einstellung dieser Platte deutlich.)

Doch damit ist die musikalische Bandbreite nicht erschöpft: "You Need Hands" ist eine Pop-Ballade im Stile Sinatras, gesungen vom Pistols-Manager McLaren; "Who Killed Bambi" bietet konkurrenzlos bekloppten Gesang mit klassischer Orchester-Begleitung; und "Friggin' in the Riggin'" ist ein traditionelles Seemannslied, im neuen Gewand.

Und natürlich finden sich auf dieser Platte auch klassischer Pistols-Punk mit "Don't Give Me No Lip Child", der Punk-Hymne "Silly Thing", das sich auf Sid Vicious' Tod bezieht, oder dem ziemlich poppigen, aber gute Laune verbreitenden "Lonely Boy". Und last but not least findet sich auf dieser Platte auch die schon legendäre Coverversion von "My Way", gesungen von Sid Vicious, der sich damit selbst ein Denkmal gesetzt hat.

Gar nicht so einfach, diese Platte zu bewerten... Aufgrund der großen Stilvielfalt ist sie natürlich recht uneinheitlich, und für den ernsthaften Punk-Traditionalisten ist diese Platte wohl recht problematisch. Man muss schon ein gewisses Maß an Humor mitbringen, um den Witz und die Ironie dieser Platte schätzen zu können, und man muss wohl aufgrund der extremen Genre-Vielfalt -- Klassik, Pop, Punk, Rock'N'Roll, Disco -- auch eine musikalische Offenheit besitzen.

Wer diese Voraussetzungen mitbringt, sollte zugreifen; er wird eine außergewöhnliche Platte enthalten, wie es sie so kein zweites Mal gibt, die beim Hören einfach Spaß macht und jede Menge Überraschungen zu bieten hat. Auch Freunde abgefahrener Coverversionen und ungewöhnlicher Machwerke kommen hier auf ihre Kosten. Alle anderen sollten auf jeden Fall erstmal reinhören.

Trotzdem spendiere ich 5 Punkte, weil diese Platte so einzigartig, geschichtsträchtig und -- einfach gut ist!



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