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Silver Swan Album von Qntal



CD: 1
1 Monsieur`s Departure (04:55)
2 Amis Raynaut (04:00)
3 Levis (04:16)
4 Von den Elben (06:09)
5 Lingua Mendax (04:34)
6 Falling Star (05:42)
7 The Whyle (05:35)
8 Winter (03:46)
9 Altas Undaz (04:56)
10 292 (04:24)
11 Silver Swan (04:57)
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  Meinungen zum Album Silver Swan
Perfekt für den Herbst
Auf ihrem nun bereits fünften Album verfeinern Qntal ihren Stil zwischen mittelalterlicher Hofmusik und elektronischem Chill weiter, und werden nun bereits - nicht ganz zu Unrecht mit Mystik-Ikonen wie Loreena McKennitt verglichen. Dies ist nicht zuletzt der herausragenden Stimme von Sigrid Hausen zu verdanken. Und solch eine Sangeskunst ist wiederum kein Zufall, sondern Ergebnis einer fundierten klassischen Ausbildung, auf der auch das musikalische Können von Michael Popp und Fil basiert. Die genialen Instrumentalparts sind stets gekonnt realisiert, nahezu perfekt und sorgfältig produziert, abwechslungsreich arrangiert und schaffen zu Syrias Gesang den perfekten Rahmen für ein wunderbares mittelalterliches Spektakel. So ist "Silver Swan", momentan dass vielleicht schönste Album für Freunde medivialer und mystischer Klänge, dass sich zwischen Dead can Dance "Aion" und Loreena McKennitts "The Mask and Mirror" im CD-Regal ganz gut machen würde. Aber die Geschmäcker sind wohl verschieden, und so mag manchem Freund des eher "Düsteren" der Sound zu "glatt", zu "weich" oder zu "hell" klingen.

Im Gegensatz zu Loreena oder gar Dead can Dance, darf aber bei Qntal auch die Fröhlichkeit neben den ätherisch melancholischen Melodien nicht fehlen. Von jedem Gothic Kult ist solche lichthelle Musik weit entfernt. Und da, wo es passt, gibt es durchaus auch einen moderneren Pepp, ohne dabei stilistisch aus der Bahn zu fliegen.

Die vielen akustischen Instrumente gewinnen deutlich an Gewicht, gegen die moderne Elektronik, die nun eher durch geschickt gesetzte Effekte die höfischen und exotischen Klänge erfolgreich belebt, statt sie zu dominieren. Bei der Bonus-CD hingegen bietet Qntal dazu einen Ausgleich mit vier Songs, bei denen bewußt mehr Beats ins Spiel kommen. Auch diese Stücke sind aufwändig und sorgfältigst und geschickt instrumentiert. Kein billiger Maxi-Abklatsch! Außerdem muss ich unbedingt die wunderschönen fantsievollen Artworks und das wunderbare Video von Brian Froud erwähnen, die alleine schon die zusätzlichen Silberlinge für die Limeted Edition wert sind.

Ein sehr schönes inspirierendes Album zum abendlichen Abtauchen bei Kerzenschein - perfekt für den angekommenen Herbst.
Qntal + Brian Froud = Silver Swan
"Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen" - das wusste schon Goethe, und es scheint das Grundkonzept von "Silver Swan" zu sein: das Album ist ungeheuer vielseitig. Die Produktion ist gewohnt professionell, keine dieser Hau drauf-Sessions, die Instrumente sitzen und sind gut arrangiert, und Syrahs Stimme beherrscht die mittelalterlichen Melodien perfekt.

Eines fällt auf: Qntal sind sehr viel akustischer geworden. Nichts mehr von der industriellen Härte der ersten Alben mit Ernst Horn. Der Rhythmus wird sanfter, und tatsächlich: jede Menge Assoziationen werden offenbar. "Monsieur's Departure" und "Lingua Mendax" könnte auch einem Estampie-Album entnommen sein, "Amis Raynaut" und "Falling Star" haben sphärische Instrumentalsequenzen wie bei Loreena McKennitt, "Levis" wiederum erinnerte hier und da an Elster Silberflug und Sarband - immer in Zitaten, in Bruchstücken, wie Sonne durch ein Blätterdach, kurz funkelnd, schon wieder weg. Mit der Single "Von den Elben" holt man schlussendlich die alten Fans der Heavenly Voices-Bewegung ab - hier sind plötzlich sogar die Akustikinstrumente verschwunden. Bei 2Falling Star" dann klingen die frühen Qntal an, aber wie in Watte gepackt, wie eine Erinnerung. Und fast in den Pop gehen "The Whyle" und eben "Von den Elben", was der Gruppe meines Erachtens jedoch am wenigsten steht, aber möglicherweise ein Zugeständnis an Sony/BMG ist. Doch auch da gibt es immer noch Glöckchen und Schellen und ein Hurdy Gurdy. Jede Menge Referenzen also, dabei sind Qntal nach fünf Alben doch selbst so etwas wie die Lichtgestalten der Mittelaltermusik.

Das alles ist also nicht neu, ergibt aber doch eine interessante und kurzweilige Melange und wurde umsichtig zu einem Album komponiert, dem man getrost auch mal beide Ohren schenken kann, ohne dabei Auto zu fahren oder abzuwaschen. Ich muss gestehen, dass ich auf dem Album die akustischen Titel vorziehe, aber wie gesagt: "Wer vieles bringt ...."

Na, und die Zusammenarbeit mit Brian Froud ist ja echt der Knaller. Solange es die Spezial Edition gibt, sollte man unbedingt zugreifen. Neben dem sorgfältigen Artwork im DVD-Format werden mit der Bonus-CD die Clubs bedient. Und mit "Rot" ist dort auch ein Titel aus dem Repertoire des Schwester-Projektes Estampie dabei.
eins - zwei - drei - usw. ?
mit dem erscheinungsdatum habe ich - ohne lesen irgendeiner kritik - das werk bestellt. freudig erwartete ich, den 4 vorgängern nun nr. 5 hinzuzufügen.

die logik der reihe beginnt beim cover: das zitierte ornament der vorgänger, jedoch deutlich weiterentwickelt ! die bilder wirken...- jedoch bleibt für mich die frage des "wie".

schön, daß sich die gruppe für eine zusammenarbeit entschlossen hat, die rein der namen wegen viel verspricht. jedoch ist den bildern das manchmal morbide und anstößige der ersten alben abhanden gekommen. sie sind schön, ästhetisch, jedoch fehlt der für qntal typische letzte "stich".
ähnliches passiert beim hören: während früher kaum die nähe zu dead can dance oder ähnlichem eingefallen wäre, erscheinen auf "silver swan" zitate, die nicht wirklich einem stringentem strang oder eben tieferen quell entspringen.
zwar angenehm hörbar präsentiert sich das album- durchaus mit highlights (von den elben), aber eben ohne den "knick", ohne das manchmal plärrende, wimmernde oder aufrührende der vorangegangenen alben. vielleicht mag mir ernst horn wirklich fehlen, da sein projekt "helium vola" viele der genannten elemente zelebriert.

so bleibt ein rundes album, technisch ausgereift und schön inszeniert. der kreative, aber konstruktive, bruch fehlt- deswegen nur 3 sterne.

die limited-edition ist empfehlenswerter, da mit den remixen die härte zurückkehrt und das video den "neuen" stil der gruppe nahebringt.
Faszinierende Klangwelten
Was Qntal mit ihrem neuen Album geschaffen haben, gleicht einer Reise durch mystische und atmosphärische Klanglandschaften, geprägt von einer Harmonie, die ihres gleichen sucht. Dies mag etwas überbewertet klingen, aber nach meiner Meinung ist "Silver Swan" eines der schönsten mittelalterlich angehauchten Alben, die ich in letzter Zeit gehört habe. "Angehaucht" scheint hierbei der richtige Begriff zu sein, da sich das musikalische Repertoire der Band nicht nur auf mittelalterliche Melodien, gepaart mit traditioneller Instrumentierung beschränkt. Die Musik wird untermalt durch zarte elektronische Klänge und Beats, die sich harmonisch in das Mittelalterkonzept mit einfügen. Zwar spielt die Elektronik in "Silver Swan" keine so dominante Rolle mehr wie es in den Vorgängeralben der Fall war, dennoch wird sie dezent eingesetzt und entfaltet mit der eher ruhigen Grundstimmung des Albums ein wunderbares und facettenreiches Zusammenspiel. Dieses wird durch die sagenhafte Stimme von Syrah (Sigrid Hausen) perfekt ergänzt und verleiht den Liedern diesen gewissen zauberhaften Charme.
Mal weist das Album eine fantasy-artige bzw. epische Atmosphäre auf ("Von den Elben", "Altas Undaz"), dann wiederum elektronisch mystische Klänge ("Falling Star"), bis hin zu mittelalterlich akustischen Stücken ("Lingua Mendax", "The Whyle", "Winter", "292"), die an manchen Stellen (wäre da nicht der typische Qntal-Klang) stark an das Zweitprojekt Estampie erinnern.
Die Band bemächtigt sich unter anderem Texten von Walther von der Vogelweide, Heinrich von Morungen oder der Carmina Burana und interpretiert diese auf Qntal-eigene Art und Weise. "Silver Swan" besticht durch seine Leichtigkeit und wirkt wie aus einem Guss. Jedes Lied fließt gekonnt ineinander über und lässt den Hörer somit in ein fantasiereiches Klangerlebnis eintauchen. Das Album ist perfekt für die kommenden Herbsttage und den danach anstehenden Winter. Man sollte sich Zeit zum Anhören nehmen, sich bei Kerzenschein entspannt zurücklehnen, die Kopfhörer aufsetzen und die Musik auf sich wirken lassen.
Zusätzlich sei noch das wunderschöne Artwork zum Album zu erwähnen. Brian Froud hat hierbei ganze Arbeit geleistet und lässt die Musik in visueller Form treffend widerspiegeln.
Wer sich die Limited Edition gerne zulegen möchte, sollte ohne Bedenken zugreifen. Sie beinhaltet ein 32-seitiges Booklet, eine zweite CD mit Remixen (auf der sich Qntal wieder von ihrer elektronisch-dominanten Seite zeigen), einer Bildergalerie von Brian Froud und dem Videoclip zu "Von den Elben".
Unerwartet schönes Album
Ich bin bei meinen Freunden als Musik-Liebhaber bekannt und bekomme sehr oft gute Tipps, manchmal auch ein Album geschenkt... Zu Weihnachten dann: Qntal, Silver Swan Ltd. Ed. Keine Frage, die Aufmachung gefiel mir sofort (es ist eine Lüge, dass die Aufmachung keine Rolle spielt!)und bei nächster Gelegenheit hörte ich das Album, zumal ich die Band bis dato nicht kannte.

Zunächst erstaunt, dann begeistert, zog mich die Musik immer mehr in ihren Bann. Epische Melodien, vorgetragen in verschiedenen Sprachen, ungewöhnliche teilweise sparsame dann wieder in Klangteppichen vorgetragene Instrumentierung. Über allem die klare warme Stimme von Syria. Hinzu kommen Elemente des irisch Folk, des Mittelalters, Fantasieklänge ... Ich hielt meine Augen geschlossen, ließ mich fallen ... schön, einfach nur schön!

Bestes Stück: "Von den Elben" in der Albumfassung, ein musikalisches Meisterwerk!

Ich habe mit der Rezension extra ein paar Tage gewartet, um nicht allzu sehr zu schwärmen, um etwas kritischen Abstand zu gewinnen.

Noch ein Wort zur Bonus-CD. Auch in diesem Fall eine Ergänzung für den Fan. Für den "normalen" Musik-Fan genügt vollauf das "normale" Album. Bitte nicht falsch verstehen!

Wer fernab der Charts etwas zum Träumen, zum Genießen, zum die Fantasie anregen sucht, findet mit diesem Album genau das Richtige!



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