Lennon,John & Plastic Ono Band Album

John Lennon

CD 1
13. Do The Oz

Meinungen zum Lennon,John & Plastic Ono Band

John's Tageszeitung...
Es war der Versuch, aktuelle Geschehnisse zu dokumentieren, zB die blutigen Ausschreitungen an einem Sonntag in Nordirland ("Sunday, bloody Sunday", "Luck Of The Irish") und auch kontroversiell diskutierte Themen aufzugreifen. Dabei blieb allerdings der "Honig" von Imagine im Topf, übrig blieben (aus Lennons Sicht) ungeschminktere Songs und Texte, zu denen vermehrt auch Yoko Ono beitrug.
Zu ausgefallene Sachen, wie sie später auf "Double Fantasy" und "Milk And Honey" oder auf Yokos Solo-Werken zu finden sind, bleiben den Hörern zumindest auf der ersten CD großteils erspart, nur "We're All Water" fällt unten heraus. Auch stimmlich dürfte hier die beste Yoko Ono zu hören sein.
Ansonsten kann man vermerken, daß es wohl eines der letzten Werke Lennon's ist, auf denen er noch auf seine eigene Weise etwas zu sagen versucht.
So zB sein (ebenfalls von Yoko beeinflußtes) "Woman Is The Nigger Of The World", wo er die Stellung und die Behandlung der Frauen aufs Korn nimmt oder die bereits erwähnten Lieder über das Irland-Problem, wo er sich deutlich gegen sein Heimatland stellt. Sicher kann man über seine Äußerungen zu "John Sinclair" und "Angela" geteilter Meinung sein (die Aktualität dieser Fälle ist halt schon verschwunden), dafür ist Lennon's rockige Liebeserklärung an "New York" sicherlich bis zum Schluß Sinnbild dafür, daß er sich in Amerika wohler als in England fühlte.
Deutlich ist hier John's Mentalität zu erkennen, die Musik den Worten anzupassen (und nicht umgekehrt wie es McCartney tut), deutlich herauszuhören, trotzdem, daß Konzept wirkt frischer und ungeschliffener als das nachfolgende "Mind Games".
Die zweite CD ist allerdings bestenfalls Beiwerk, zeigt Jam-Sessions mit anderen Künstlern und bringt neben Johns erster Solo-Single "Cold Turkey" viel Yoko-haftes und ist bestenfalls für Sammler und Enthusiasten wirklich empfehlenswert.
Trotzdem bleibt dieses Album (CD1) eine meiner Lieblingswerke des Solisten John Lennon. Wer "Plastic Ono Band" mochte, wird hiermit sicher auch seine Freude haben während Fans von "Imagine" und "Double Fantasy" eher enttäuscht sein mögen (oder auch nicht...)
Gemischte Gefühle
Die 5 Sterne vergebe ich ausschliesslich für die überragenden Songs von John, wie zum Beispiel "Woman Is The Nigger Of The World", "New York City" oder "Luck Of The Irish".Der Rest ist meist von Yoko gesungen oder live und taugt nicht viel.Insgesamt ist es das schlechteste Album von John Lennon, was an dessen Maßstab gemessen aber noch hochwertig ist.Wer etwas wirklich Gutes sucht, sollte sich harte Sachen wie "Plastic Ono Band" oder melodische wie "Double Fantasy" anhören.
"Mini-Vinyl-Edition"
Im Rahmen der japanischen "Mini-Vinyl-Edition" aller John Lennon-Alben von "Live Peace In Toronto" bis "Milk And Honey" darf auch das 1972 erschienene "Some Time In New York City" nicht fehlen. Im Gegensatz zu der 2005 erschienenen remasterten Version gibt es nun wieder die Original-Version mit der vollständigen "Live Jam" auf CD 2. In soundtechnischer Hinsicht haben wir es hier m.E. mit der CD-Version von 1987 zu tun, nicht mit den Remasters von 2005, dennoch ist die Soundqualität beider CDs auch nach heutigen Maßstäben sehr zufriedenstellend. In musikalischer Hinsicht kann das Album natürlich nicht mit dem ein Jahr zuvor erschienenen "Imagine" mithalten, mir persönlich gefällt es jedoch nach wie vor viel besser als das, was Ex-Beatles-Kollege McCartney zu dieser Zeit produziert hat! Auch Yokos Beiträge, insbesondere ihre drei Songs auf der ersten CD, sind durchaus besser als ihr Ruf! Somit ist und bleibt "Some Time In New York City" ein unverzichtbarer Bestandteil einer jeden John Lennon-Sammlung!
Some Time In New York City - Das verlorene Album
Am 16. Dezember 1972 wurde das Doppel-Album "Some Time in New York City" von John Lennon veröffentlicht. John und Yoko Ono waren zu Beginn des Jahres endgültig in die USA übergesiedelt. Dem neuen Umfeld von politisch engagierten Musikern und Schriftstellern geschuldet, fiel dieses Album denn auch weit politischer aus als sein erfolgreicher Vorgänger "Imagine". Einmal mehr ließ sich John Lennon von seiner Umgebung (darunter natürlich auch dem Feminismus von Yoko Ono)beeinflussen und gab diese Inspirationen in teils unreflektierter Form in den neuen Lieder wieder. Auffällig sind dabei die starken Attacken gegen seine englischen Landsleute.
In der vorliegenden CD-Ausgabe repräsentieren die ersten 10 Tracks die Seiten 1 und 2 der ersten Schallplatte des Doppel-Albums. Bei diesen Studioaufnahmen spielten neben der "Plastic Ono Band" auch die Underground-Band "Elephant's Memory" mit. Auf CD 2 befinden sich die Aufnahmen der Seiten drei und vier der Schallplattenausgabe. Seite 3 des Vinyl-Albums ist vorliegend vertreten durch die Liveaufnahmen der Songs "Cold Turkey" und "Don't Worry Kyoko", bereits aufgenommen am 15.06.1969 im Londoner Lyceum. Als Musiker beteiligt waren u.a. Eric Clapton, George Harrison, Billy Preston, Klaus Voormann, Keith Moon, u.a. Diese beiden Songs sind ein interessantes Zeitzeugnis von dem, was damals in Rockkonzerten möglich war. Musikalische Highlights sind sie wahrlich nicht. Seinen sehr persönlichen Song über Drogenkonsum "Cold Turkey" bringt Lennon in einer bis zur Langeweile ausufernden Fassung dar. Im Falle von "Don't Worry Kyoko" zeigt uns Frau Ono, was sie unter Kunst versteht: Schiefe Töne, nerviges Herumgekreische, unbelastet von Rhythmus, Tonlagen oder Stimmung der Lieder. Man mag meinen, daß im Zweifelsfalle von Kunst auszugehen sei, aber hier beweist lediglich eine (stimmlich) talentfreie Frau, daß einen ein übergroßes Ego auch in das Bewußtsein der Massen zu heben vermag. Insofern kann sie immerhin als Role-Model für all die heutigen Superstar-Klone fungieren.
Seite Vier des ursprünglichen Albums ist einem aus 4 Songs bestehenden Live-Auftritt der Plastic Ono Band mit Frank Zappa und den Mothers Of Inventions vorbehalten. Die Lieder bestechen durch inspiriertes Zusammenspiel der Musiker. All dies wurde jedoch wiederum durch Frau Onos sinnlosem Herumgekreische zunichte gemacht.
Der komplette Live-Auftritt der Seite 4 befindet sich auf der Doppel-CD "Playground Psychotics" von Frank Zappa und den Mothers Of Invention. Tracks 22 bis 26 der ersten CD beinhalten die entsprechenden Aufnahmen. (Anspieltip der Titel 26 'A Small Eternity With Yoko Ono'. Das trifft's ziemlich genau.)
Zum damaligen Zeitpunkt wurde das Album nach Erscheinen von der Kritik überwiegend schlecht besprochen. Es konnte in keinster Weise an Lennons Meisterwerk "Imagine" anknüpfen. Die Verkäufe waren ebenfalls mäßig. Auch heute stellt das Album mehr einen interessanten Abschnitt im musikalischen Schaffen von John Lennon da, denn ein rundum geglücktes Album. Zu vordergründig sind hier Lennons politisierenden Texte. Auch die unüberhörbare Präsenz von Yoko Ono trug und trägt nicht gerade zu einer möglichen Wertschätzung des Albums bei. Eingedenk dessen, hatte John Lennon damals mit seinem Nachfolgealbum "Mind Games" wieder mehr Melodienreichtum und gelungenere Songstrukturen dargeboten. Dies rentierte sich umgehend in einer höheren Charts-Position. 'Some Time In New York City' ist jedoch als Wegsuche nach neuen Ausdrucksformen nicht zu unterschätzen. (Dies ist heutzutage ein Luxus, den [sich] kaum noch ein Künstler der neuen Generation zu leisten vermag.) Doch die präsentierten Songs sind in ihrer Thematik eben viel zu sehr in der Zeit verwurzelt, als dass ein zeitloses Album hätte entstehen können. Da waren die Aussagen von 'Imagine' vorher und 'Mind Games' nachher allgemeingültiger.
So ist denn "Some Time In New York City" aus seiner damaligen Bedeutung (und aus der heutigen als ein blosses Zeitzeugnis) heraus "Das verlorene Album" im Werk eines Mannes, den sein früher Tod und das Wirken einer mehr als rührigen Nachlaßverwalterin in den Stand eines Halbgottes entrückt hat.
>Besprechung bezieht sich auf die CD-Ausgabe vom Dezember 2007<
Ohhhhhh! John...
Lasst es sein! Keiner wird die CD wirklich mögen.
Yer Blues & Cold Turkey sind ok, schon hörenswert, weil allein
Yoko Ono kaum hörbar ist. Aber letztlich hilft auch die
Unterstützung von Eric Clapton auch nichts.
Wer Ratten im Haus hat sollte es mit den letzten Songs "Don't
Worry" und "John, John" probieren. Yoko Ono gibt wirklich
alles! Sie schreit und kreischt nur herum.
Interessant ist das letzte Stück, wenn der Song bzw. Auftritt
als Performance gesehen wird. Wer also auf die DVD zugriff hat,
sollte dann...aber unliebsame Gäste werd' ich damit auch kaum
los, da alle fassungslos mit offenen Mund davor sitzen bleiben.

Also einen Stern, weil es keinen Stern ja nicht gibt.

Echten Fans kann man es wahrscheinlich nicht ausreden die CD
zu kaufen.

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