Jacket Full of Danger Album

Adam Green

CD 1
3. Vultures
15. Hairy Women

Meinungen zum Jacket Full of Danger

Darf's noch ein Stern mehr sein?Mein Tip: kaufen
Nur ein Wort: Genial. Hab im Radio "Nat King Cole" gehört, zum nächsten Plattenladen, CD gekauft und seitdem Hin und Weg. Eine der besten Platten, die ich je gehört hab. Absolut perfekte Mischung von eher ruhigen Songs, Rocknummern,... Der Bursche ist fast schon unverschämt, so viele verschiedene Stilrichtungen auf rund 30 Minuten zu pressen. Ist im aber saugut gelungen.
Kunst in Melodie und Poesie
Für alle die, die nach "Gemstones" sehnsüchtig auf das vierte Soloalbum von Adam Green gewartet haben, hat sich das Ausharren gelohnt. Gewohnt gekonnt spielt Adam mit Wort und Takt und erfreut die Musikliebhaber durch sanfte und auch wilde Klänge sowie vielseitige Texte.
"Jacket Full Of Danger" hat von allen Seiten, die man bereits von Adam Green kennenlernen durfte, ein bisschen. Die Spontanität von "Garfield", die Streicherelemente von "Friends Of Mine" und die Abwechslung und Vielseitigkeit à la "Gemstones".
Einfach ein hervorragenes Album. In 30 1/2 Minuten lernen wir mehr über das Leben, als wir uns vorstellen können. Kaufen!
Jacket full of melodies
Natürlich gilt es längst nicht mehr als cool Adam Green zu hören- obgleich wohl kaum einer jemals den Sprung vom Indie- Geheimtipp zu Everybody s Darling mit so viel unangestrengter, wenn auch weitgehend unfreiwilliger Coolness geschafft hat wie er. Der Mann wirkt ja immer etwas unbeteiligt und abwesend, man möchte ihm dann, je nach Sympathie, entweder in den Allerwertesten treten oder über den Wuschelkopf streicheln.
Aber wollen wir uns von der Omni-Präsenz Adam Greens in den deutschen Medien nicht den Blick aufs Wesentliche verstellen und uns die Freude am aktuellen, vierten Album des New Yorkers nicht nehmen lassen. Denn das ist wirklich gelungen. Eine außerordentlich vielseitige Platte- man denkt mal an Swing und Broadway, mal an Jim Morrison und mal an Lee Hazlewood- wobei die Streicher, die viele auf "Gemstones" so schmerzlich vermissten, hier wieder reichlich zum Einsatz kommen und als Bindeglied zwischen den diversen Elementen und Stilen fungieren. Während anfangs die wirklich großen Songs zu fehlen scheinen, setzen sich nach wiederholtem Hören immer mehr eindrucksvolle Melodien im Kopf fest. Hervorzuheben sind neben dem bereits viel diskutierten "Novotel" vor allem die wundervollen 50er Jahre- Reminiszenzen "Jolly Good" und "Animal Dreams". Ein hartnäckiger Ohrwurm ist der Pro-Drogenkonsum-Song "Drugs" ( I like to do drugs/I like to have drugs/I like to hold a cigarette full of grass in my hand), welcher auch "Gemstones" gut zu Gesichte gestanden hätte, während der letzte Track, "Hairy Woman"- auf dem Adam Greens bizarre Gedanken zu auf Grund von Äußerlichkeiten an den Rand der Gesellschaft verbannten Frauen ganz spartanisch von einer Akustischen begleitet werden- in seiner schlichten Schönheit eher auf das 2003-er Werk "Friends Of Mine" gepasst hätte. Auch ein wütender Adam Green ("White Women", "Nat King Cole") kann durchaus gefallen; stimmlich werden hier wahre Glanzleistungen vollbracht- überhaupt bereitet die auffällig tiefer gelegte Stimme unerwartet viele Gänsehaut-Momente.
Zusammengestückeltes, Brüche und wilde Tempo- und Taktwechsel, welche auf "Gemstones" manchem auf die Nerven gegangen sein mögen, hört man indessen hier nicht mehr in so starkem Maße. Es gibt insgesamt weniger ambitioniert aneinander gereihte Fragmente pro Track, doch immer noch gelingt es Adam Green erstaunlicherweise, in einem 2- Minuten-Song mehr Melodieideen unterzubringen als manch ein anderer für ein ganzes Album zu erschaffen in der Lage ist. Bei den Lyrics wurde diesmal auf Obszönitäten weitestgehend verzichtet, glücklicherweise jedoch nicht auf das charakteristische Obskure und Skurrile. In Adam Greens bizzarer Gedankenwelt fristen weiterhin Killer- Bienen, betrunkene Katzen und erstochene Brote friedlich nebeneinander zu Jacques Brel schunkelnd ihr Dasein.
Insgesamt birgt das Album erwartungsgemäß freilich keine allzu großen Überraschungen, die eleganten, schwelgerischen Melodien, die schon "Friends Of Mine" auszeichneten, stehen aber wieder mehr im Mittelpunkt und "Jacket Full Of Danger" dürfte sicher ein längeres Haltbarkeitsdatum als sein Vorgänger haben. Gerne darf Adam Green auch weiterhin auf VIVA und sämtlichen Festival-Bühnen dieses Landes herumspringen, solange er weiterhin so wundervolle Songs schreibt.
Für Fans
Wem Gemstones gefallen hat, wird Jacket Full of Danger sicherlich auch entzücken! Der Stil ist genau der gleiche, allerdings ist eben nicht wirklich Neues dabei!
sehr schön....
...ist die Musik von Adam Green. Habe das Album bei einer Freundin gehört und habe es mit dann gleich zum Geburtstag gewünscht. Das war mit Abstand das beste Geschenk dieses Jahr.
Vielen Dank.
© 2000-2014 www.golyr.de